← Alle Artikel

17. März 2026 · 5 Min. Lesezeit

Wie viel Eigenkapital brauche ich für den Immobilienkauf?

Die kurze Antwort: Mindestens die Kaufnebenkosten – das sind je nach Bundesland 9–12 % des Kaufpreises. Die lange Antwort hängt von deiner Situation ab.

Was Banken erwarten

Die meisten deutschen Banken empfehlen 20–30 % Eigenkapital bezogen auf den Kaufpreis. Bei einer Wohnung für 400.000 € wären das 80.000–120.000 €.

Warum? Weil die Bank bei einer Zwangsversteigerung nur 70–80 % des Marktwerts erlöst. Je mehr Eigenkapital du mitbringst, desto geringer ist das Risiko für die Bank – und desto bessere Zinsen bekommst du.

Geht es auch mit weniger?

Ja – aber es wird teurer. Manche Banken finanzieren auch 100 % des Kaufpreises (sogenannte Vollfinanzierung). Die Kaufnebenkosten musst du aber fast immer selbst zahlen.

Bei weniger als 20 % Eigenkapital steigt typischerweise:

  • Der Zinssatz – oft 0,3–0,5 Prozentpunkte höher
  • Die monatliche Rate – weil du mehr finanzierst
  • Das Risiko – bei Wertverlust stehst du schnell „unter Wasser"

Die Faustregel

Eigenkapital-Rechnung:

Kaufpreis × 0,10 (Nebenkosten) + Kaufpreis × 0,10–0,20 (Sicherheit)

Beispiel: 400.000 € Wohnung → mindestens 40.000 € für Nebenkosten + 40.000–80.000 € Eigenanteil = 80.000–120.000 € Eigenkapital

Was zählt als Eigenkapital?

  • Bargeld und Spareinlagen
  • Bausparverträge
  • Wertpapiere und Fonds (zum aktuellen Wert)
  • Bereits vorhandene Immobilien
  • Schenkungen und Erbschaften
  • Arbeitgeberdarlehen

Nicht als Eigenkapital zählen: Möbel, Autos, Kryptowährungen (bei den meisten Banken).

Unser Tipp

Bevor du Immobilien besichtigst: Rechne aus, was du dir wirklich leisten kannst. Nicht nur den Kaufpreis – sondern Kaufpreis + Nebenkosten + Reserve.

Konkrete Wohnung im Auge?

Schick den Link an unseren Telegram Bot – er berechnet automatisch, ob die Finanzierung für dein Profil realistisch ist.

Kostenlos analysieren lassen